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Skandinavischer Stricksamstag #23

In der Buchhandlung am Flughafen bin ich wieder mal darauf aufmerksam gemacht worden, Deutschland liebt Skandinavien. Aktuelles Beweismittel: Das neue Couch Stylebook mit dem Thema…wait for it… Skandinavien.

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Quelle: Couch-mag.de

Aufgrund vom Geldkartenklau hatte ich wirklich knappe Bargeldreserven dabei, aber diese 4,90€ habe ich noch zusammengekratzt. Und das Heft hat mir erfreulich die Zugfahrt verkürzt.

Mal ehrlich, das Thema nordisches Design ist eigentlich von allen Ecken restlos beleuchtet worden. Dementsprechend darf man jetzt keine Neuerfindung des Rads erwarten. Aber ich finde das Heft wirklich nett aufgemacht. Erstens sind die City Guides mal mit geradezu revolutionären Sparten wie „Beauty“ versehen. Tatsächlich würde ich mich nicht mehr trauen auf einer Fremdsprache einen Friseurbesuch zu überstehen (schlechte Erfahrungen in Italien, mein blond verträgt nicht die gleiche Pflege wie das „blond“ einer Italienerin). Aber eine der Adressen für Massagen könnten nach einer anstrengenden Citytour mal angepeilt werden.

Außerdem finde ich ganz toll dass auch Island als Teil von Skandinavien behandelt wird. Das wird ja meistens unter den Tisch fallen gelassen, so dass ich einen City Guide Reykjavik gefühlt noch nicht so oft  überflogen habe wie Stockholm oder Oslo. Tatsächlich war ich aber auch noch nie auf Island, möchte aber ganz dringend mal hin, und lasse mich daher von den Ratschlägen zu der mir fremden Stadt mit Reisevirus infizieren 😉

Mein letzter Oslo Aufenthalt ist dafür noch vergleichsweise frisch im Gedächtnis, so konnte ich die Tipps mit unserem Wochenende im Dezember abgleichen. Und siehe da: Die persönliche Hotelempfehlung der Redakteurin ist genau das Hotel in dem wir auch untergekommen sind, und das Comfort Hotel im Bahnhof (!) war wirklich fantastisch. Auch viele der Kulturtipps und Essensempfehlungen kann ich komplett unterschreiben. Und die Shopping Ratschläge sind auf jeden Fall mal was anderes, auch wenn ich sie natürlich noch um eine Garnrubrik erweitern würde.

Also wenn ich in nächster Zeit eine Städtereise in eine der nordischen Hauptstädte vorhabt, allgemein skandofil seid (als Leser dieser Rubrik), die 30000ste Beleuchtung des nordischen Stils euch immernoch fesselt, oder für euren nordischen Teint nach nordischen Beautyprodukten sucht, ich behaupte das Themenheft ist sein Geld wert.

6 Gedanken zu „Skandinavischer Stricksamstag #23

  1. Ich habe mir die Ausgabe auf Anraten Befehl einer Freundin gekauft und bin ebenso angetan wie Du – und die Copenhagen-Tips kann ich dieses Jahr sogar noch austesten! 🙂
    Liebe Grüße, Katha

    1. Da bin ich neidisch! Cphg ist ein Traum!!! Mein einziger Rat ist: An den Nyhavn setzen und eine Birnencider trinken 🙂
      Wir sollten aber mal eine Strickreise nach Reykjavik überdenken, dann kommt das Heft auf jeden Fall auch zum Einsatz!

  2. Mensch Fia, schon wieder ein Blogbeitrag Wie-Für-Mich gemacht. Da muss ich doch gleich meinen Senf dazugeben: Ich war schon seeehr neugierig auf das Heft. Es war ja omnipräsent im Netz und auf Insta. Nachdem ich hier in unserer Kleinstadt ein bißchen rumgesucht habe, hab ich es tatsächlich auch gefunden und war … ein bißchen enttäuscht. Ich muß es nochmal genauer durchlesen, aber auf den ersten Blick steht nicht soo viel Neues drin. Oder? Die Städteportraits sind allerdings wirklich nett gemacht.
    Heißt es übrigens ganz offiziell: Skandofil? Ich habe scherzeshalber immer scandinavophil gesagt, jetzt muss ich mich wohl umgewöhnen.

    1. Stimme dir absolut zu – neu…nö. Aber hübsch aufbereitet. Und wir beiden dürfen uns wahrscheinlich nicht als Maßstab für Allgemeinwissen über Skandinavien halten 😀 Für den Bio-Deutschen ohne Expat-Erfahrungen im Norden ist bestimmt vieles neu und weckt vielleicht die Begeisterung.
      Skandofil ist auch nur mein Name für das Phänomen dass offenbar viele Menschen Dinge unbewusst noch toller finden wenn ein Name Herkunft aus SE/DK/NO suggeriert. Mein Paradebeispiel: Das Eis „lycka“ (lycka.bio) – kommt aus DE, was Eis mit lycka zu tun hat??, aber klingt halt nach Bullerby und Elchsafari. Gut gemachtes Marketing! (Schmecken tut es auch. Habe in akutem Anflug von Skandofilie probiert)
      Bin außerdem selbst absoluter Nutznießer, sogar amerikanische Grenzpolizisten sind freundlich wenn ich sie meinen Pass sehen.
      Ein schwedischer Akzent im Englischen öffnet übrigens verlässlich Türen, Herzen, Portemonnaies (und Reißverschlüsse) – dieses soziale Phänomen habe ich gerade wieder amüsiert beobachtet. Eigentlich fehlt wirklich eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Skandofilie…

  3. Haha, vielleicht sollte ich das mit dem schwedischen Akzent im Englischen ja mal probieren! Ein deutscher Akzent in Schweden bringt einem übrigens den Spitznamen Silvia ein…fand ich damals nicht so toll!

    1. Silvia?! Das ist witzig!
      Meine Klassenkameraden hatten immer Spaß daran mich Wörter aufsagen zu lassen die schwer sind, sjuksköterska, regissör, internationella relationer und so. Jetzt kann ich sie 😉

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