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Mini Johnny

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Eigentlich ist mein Vorhaben Mini-Maschen ja so gedacht, dass die Teile hoffentlich mehrere Träger aus dem Familienkreise überstehen werden, und eigentlich sollen alle Teile relativ gender-neutral (*augenroll*) und allgemeinverträglich in Farbe und Muster sein.

Aber Ausnahmen bestätigen die Regel, und wer eigentlich sagt, der räumt auch Platz für uneigentlich ein.

Uneigentlich sind diese kleinen Schühchen nämlich dann wirklich für den Neffen. Der kleine Herr bekommt sein ganz eigenes Paar Mini-Johnny’s.

 

 

1. Weil Mini’s Mutter die Original Johnny’s in genau der gleichen Farbkombi zu Weihnachten bekommen hat.

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2. Sowohl die Original Johnny’s, als auch die Minis, sind aus Restgarn von Mini’s Oma’s Broken Seedstitch Socken gestrickt.

BSSOMI

3. Als ich an den Söckchen saß hieß es noch der Mini würde die Mini…

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Sobald wir den Mini da haben will ich ein Generationenfoto von drei Paar orange-braunen Füßen zu machen. Jetzt ist es zwar nicht Oma, Mutter, Tochter, aber auch auf so Ultraschalls ist halt nicht immer Verlass…

Das Orange ist jetzt inzwischen fast komplett aufgebraucht, vom braun könnte man noch was kleines machen. Beides waren Regia Färbungen aus der Jubiläumskollektion von 2014 – für sich ziemliche Ladenhüterfarben und dann in der Kombi doch super cool. Das liebe ich an den Regia Garnen…

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Quelle: Ravelry

Ursprünglich waren die Söckchen übrigens ganz anders geplant. Auf Pinterest hatte ich das Gratismuster für die Little-Eyelet Booties entdeckt, und am Anfang habe ich mich auch ganz artig an die Anleitung gehalten. Ja und nach der Sohle fand ich die Vorgehensweise dann zu umständlich, außerdem kam zufällig die Anzahl Mustermaschen genau mit meinem Johnny Muster hin, und die gleichen Farben (s.o.), und *zack* war es wieder so weit: Das Ergebnis sieht mal wieder total anders aus als die eigentliche Anleitung.

Übrigens: Auf den ungefüllten Schühchen verzieht sich das Johnnymuster, aber genau wie bei den großen Socken passt es sich nachher genau dem Fuß an. Mini wird keine schiefen Füße bekommen.

 

 

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Minifarben

In den letzten Wochen habe ich viel über die optimalen Farben für Babies und Kleinkinder gegrübelt.

Comoprobe

Meistens ging es um die optimalen Farbkombinationen für die Läusekofte – bei Como hat man ein bisschen die Qual der Wahl, und mich haben einige eMails zum Thema erreicht.
Aber auch für meine eigene „Mission Mini Maschen“ versuche ich mir genau zu überlegen, welche Farben sinnvoll sind.

Vor einer gefühlten Ewigkeit habe ich mich beruflich sehr intensiv mit Kinderkleidung beschäftigt, da ich für einen großen Onlinehändler im Category Management für Kinder- und Umstandsmode war. Und wie ich so bin, wenn ich von einem Thema so gar keine Ahnung habe, dann suche ich aktiv nach Informationen. Damals war ich also Abonnentin von so gut wie allen Newslettern von Mamiblogs, Windelherstellern, Elternmagazinen und und und. Außerdem habe ich jede Woche genau unsere Abverkäufe analysiert, versucht Trends und Grundstimmungen zu erkennen, und unsere Einkäuferinnen ausgequetscht wo es nur ging.

Für mich ist im Laufe der Zeit der Eindruck entstanden, dass es in Sachen Kinderkleidung zwei Sorten von Obergruppen gibt, in die man Kinder-Garderoben-Entscheider einteilen kann:

1) Die Pippi-Langstrumpf Fraktion

como chili como curry como kupfer como flieder como königsblau como grasgrün

Die erste Gruppe mag gerne buntes und Muster. Hier gibt es fröhliche Drucke, ungewöhnliche Formen, und vor allem: gerne bunt. Kinderkleidung soll Spaß machen, alltagstauglich sein – also auch mal einem wilden Spielplatzgerangel standhalten – und ein Outfit darf auch gerne etwas mis-matched sein. Innerhalb dieser Gruppe tummeln sich grundverschiedene Ausprägungen von „Waldorf-Öko“ bis „Hauptsache günstig, die wachsen eh wieder raus“.

2) Die Skandi-Schickeria

como anthrazit como silbergrau como hellgrau como seidengrau como macadamia melange como marineblau

Die Skandi-Schickeria steht auf puristisches. Gemustert wird eher in Ringeln, aber bitte in zurückhaltenden Farben. Die Kindergarderobe hat ein gesamtheitliches Farbschema, so dass eigentlich alle Basics gut miteinander kombinierbar sind. Dazu gibt es einige wenige „Statement Pieces“ wie einen Norwegerpulli in gedeckten Nuancen. Auch hier sind oberes und unteres Preisniveau zu beobachten, der Look ist in den Babyabteilungen von H&M oder Zara genauso vertreten wie bei Premiumausstattern.

Geschmäcker sind eben verschieden

Aus diesem Grund versuche ich auch bei Fragen nach Farbkombinationen keinen konkreten Vorschlag zu machen, sondern gebe nur ein paar Hilfestellungen:

Einerseits sollten die Farben genügend Kontrast haben um das Muster hervorzuheben. Wobei auch Kombinationen mit sehr subtilem Kontrast durchaus reizvoll sein können – gerade wenn der Kleiderschrank eher von der zweiten Sorte ist.

Im selbigen Kleiderschrank sollte das fertige Teil wiederum wenig Kontrast bieten, sprich gut zu allem vorhandenen passen.

Außerdem tendiere ich zu gender-neutralen Kombis, da Stricksachen ja mit etwas Pflege gut und gerne sogar mehrere Generationen überstehen können, oder auch im Bekannten- und Verwandtenbereich gerne aufgetragen werden.

Und last but not least: Das gute Kind sollte von der Farbe nicht erdrückt werden. Wollsachen haben einfach ihren Anwendungsbereich im Winter, und der Winter ist leider auch die Zeit, in der das durchschnittliche mitteleuropäische Kind blaß ist und häufig eine Schniefnase hat. Jede Mutter wird sich in dieser Zeit über ein wenig textile Hilfestellung freuen, die dem hustenden Kind ein kuschelweiches Gefühl gibt und nebenbei den Teint positiv hervorhebt (quasi das wofür unsereins Makeup hat). So wird das Strickteil mit Sicherheit auch zum Lieblingsteil!

Und wenn du für einen Kinder-Kleiderschrank Strickstücke beisteuern möchtest, kann ich dir nur wärmstens die Sandnes Musterhefte für Kinder empfehlen: (das rechte ist sogar auf deutsch!)

Cover Sandnes Tema 38 Cover 0216DE Sandnes
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Mini Maschen

husfliden3Als ich vor ein paar Monaten gerade den Babypulli aus dem Kofteboken abgegeben und mit den ersten Versuchen für meine Makerist Kofte angefangen hatte, wurde mir eine Idee unterbreitet, die mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf will. Ich sollte doch versuchen viele Ideen erstmal in Mini-Format auszuprobieren, und dann eine Art Reservoir an Baby-Strick sammeln. Und dieser Bestand könnte doch quasi von allen Kindern unserer Familie und dem Nachwuchs enger Freunde getragen werden…

Clever…so könnte ich ja zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Mehr Ideen ausprobieren, aber trotzdem was fertig kriegen, und gut gekleidete Minis rundumzu.

Die Mission lautet also: Mini-Maschen!

Und da ich gerade am Zwerg meiner besten Freundin sehe wie gigantisch schnell so ein Kind wachsen kann, lege ich am besten direkt einen Vorrat in unterschiedlichen Größen an, denn beim Zwerg habe ich echt den Anschluss inzwischen verpasst. Der kriegt erst wieder was, wenn er sich größentechnisch einigermaßen stabilisiert hat. Die kleine Rentier-Kofte passte nämlich nur ein einziges Mal und wartet jetzt im römischen Schrank auf kleine Geschwister. Und das nachdem er in den Sommerbody ne ganze Weile reinwachsen musse… Die Kofte war übrigens geschenkt, daher fällt sie aus dem „Tauschring“ raus.

pairpantsFür meinen Vorratsschrank habe ich jetzt erstmal mit einer kleinen Ringelhose die Grundlage gelegt.

Die Idee kam mir, als ich ein Paar Socken aus Regia Pairfect für mich gestrickt habe, und die nebeneinander gelegt so aussahen wie Pyjama-Beine. Also ein Knäuel genommen, und vor mich hin experimentiert. Herausgekommen ist eine Hose, die potentiell gut mitwachsen kann.

Meine kleinen Projekte will ich hier sammeln, einerseits als Register für mich, damit ich den Überblick über die Bestände behalte; andererseits als Inspirationsquelle für alle Interessierten. Daher die Frage:

Was möchtest du über die Mini-Klamotten wissen? Welche Details sind besonders relevant?