Veröffentlicht am 7 Kommentare

Ich packe meinen Koffer…

Wie du vielleicht schon mitbekommen hast, bin ich viel unterwegs – sowohl beruflich, als auch privat. In gefühlt immer häufigeren Abständen packe ich meinen Koffer und schlage an verschiedenen Orten meine Zelte auf (zum Glück nicht wirklich Zelte, das wäre dann doch zu heftig).

Als “Knitter with a capital K” muss jedes Mal auch eine ganze Menge Strickzeug mit. Also klar, mindestens ein Projekt – aber sein wir mal ehrlich, das reicht niemals – Werkzeug, Anleitungen, und…und…und. Außerdem überkommt mich jedes Mal rechtzeitig vor Abfahrt der Wahnsinn und ich bilde mir ein in den nächsten Tagen ein übermenschliches Stricktempo zu entwickeln und auf einmal am Zielort mit leeren Nadeln zu versauern. Und so packe ich ein Vorsichtsprojekt zusätzlich ein. Und noch ein Knäuel Sockenwolle – nur für den Fall. Außerdem ein DK Knäuel, damit kann man doch immer mal schnell was für den Lütten zaubern und den Stash reduzieren.

Und auf einmal geht der Koffer nicht mehr zu.

Vor Ort entdecke ich wahrscheinlich noch einen tollen Garnshop, stehe sabbernd vor Regalen und will Souveniergarne kaufen, weiß aber dass mein Koffer nicht über Nacht zu veritablem Überseegepäck wächst.

Geht dir das auch so?

Dann kommt hier ein ganz simpler Entscheidungshelfer für die nahende Ferienzeit:

Für mein privates Hin- und Her habe ich inzwischen schon ein wenig Stash umgezogen, so dass ich für Berlin – Münster eigentlich nur noch ein Unterwegsprojekt einpacke. Dabei ist viel wichtiger, dass ich an beiden Orten das passende Werkzeug dabei habe. Meine Nadeln sind also mehr unterwegs als meine Wolle. Und damit ich immer die passende Stärke und Länge dabei habe, trage ich inzwischen nur noch ein Etui mit meinen HiyaHiya Nadeln herum (Sharps mit 4″ Spitze, außerdem ein Sockenset für die wirklich dünnen Stärken), und dazu mein Tripbook.

Im Tripbook sind viele durchsichtige Schubfächer in die meine Sockenwunder und Nadelspiele perfekt passen. Außerdem ist ein Nadelmaß und mein Maschenprobenrahmen, Maßband, Markierer, Vernähnadel, Sicherheitsnadeln, eine kleine Schere sowie mein Notizheft gebündelt, bruch- und knicksicher verstaut. Denn Ersatz für ein vergessenes Garnknäuel habe ich bisher noch überall gefunden, für meine Lieblingsnadeln ist das viel schwieriger.

Für alle Reisen abseits der gewohnten Strecke habe ich mir dann noch eine kleine Checkliste für’s Packen gebastelt:

Beim nächsten Mal erzähle ich dir dann im Rahmen einer Stricksprechstunde, wie ich meine Anleitungen mitnehme.

7 Gedanken zu „Ich packe meinen Koffer…

  1. ich fühle mich so ertappt…
    gestern abend beim koffer packen für dublin habe ich wohl genauso lange die projekte zusammengepackt wie die ganzen anderen sachen.
    glg
    kiki

    1. 😉 Ganz schlimm sowas. Und dann auch noch auf ne Strickreise mit Garnkaufoption… da kämen bei mir Socken/Handschuhe auf Sockenwundern für’s Flugzeug mit und ein rundgestricktes Tuch für mindless neben den Vorträgen, und den Rest würde ich vor Ort kaufen, einfach nur damit ich auf jeden Fall einen Bedarf habe.
      Viel Spaß in Dublin (ganz neidisch bin ich)

  2. Ich neige auch immer dazu, zuviel einzupacken – Hauptsache, die Wolle geht nicht aus ? (am Ende gibt es gar kein Handarbeitsgeschäft im Urlaubsort ?)

    Liebe Grüße

    Andrea

    1. Wie? Du suchst deine Urlaubsorte noch nicht nach den örtlichen Wollgeschäften aus? 🙂

  3. Oh, oh, das kenne ich zu genau – Hauptsache, es ist immer genug Wolle für alle Fälle im Gepäck. Eine sehr schöne Packliste – und das Sonnenbrillenbild ist wirklich großartig!!
    Liebe Grüße von Gabi

  4. […] auch schon in Planung. Einen sehr netten Artikel über die Urlaubsplanung einer Strickerin (Ich packe meinen Koffer…) habe ich gerade bei Sophia von Stichfest gelesen. Ich habe so geschmunzelt – das kommt mir […]

  5. Traumhaft …..
    Ein einziges Mal haben wir in einem Wohnwagenurlaub mein Strickzeug zu Hause vergessen. Mein Mann wird diesen Abend – der nicht enden wollte – NIE vergessen.
    Glücklicherweise kannte ich im Ort ein Wollgeschäft, das den nächsten Morgen aber erst um 10:00 Uhr !!! öffnete.
    Da gab es Sockenstrickwolle (geht immer) und Nadeln, aber gleich mehrere Knäule

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.